Das Bild zeigt eine große Baustelle am Meer mit mehreren Gebäuden und Kränen. Auf einem Dach stehen fünf Bauarbeiter mit Helmen und Warnwesten vor einer digitalen Anzeige mit Diagrammen.

Baukonjunktur 2026 – Zahlen, Trends & Prognosen

Die Baukonjunktur auf Mallorca ist auch 2026 ein zentrales Thema für Investoren, Unternehmen, Residenten und potenzielle Immobilienkäufer. Neben dem allgemeinen Aufschwung der letzten Jahre bestimmen regionale Unterschiede, Veränderungen bei den Bautypen, steigende Baukosten und deutlich höhere Wohnungspreise die Situation.



Mehr Baugenehmigungen und kontinuierliches Wachstum:


Die Bauwirtschaft auf den Balearen ist 2025 stark gewachsen. Im ersten Halbjahr wurden rund 4.300 neue Bauprojekte genehmigt – so viele wie seit 2008 nicht mehr. Davon waren etwa 1.980 Einfamilienhäuser und 2.320 Mehrfamilienhäuser. Allein auf Mallorca lag der Anteil der Einfamilienhäuser bei fast 48 %.

Im ländlichen Raum entstehen vor allem Einfamilienhäuser und Villen, in städtischen Gebieten liegt der Schwerpunkt auf Mehrfamilienhäusern. Viele dieser urbanen Projekte sind im Luxussegment angesiedelt.


Regionale Nachfrage: Wo wird am meisten gebaut?

Neubau-Hotspots:

  • Palma und Umgebung: Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen
  • Südwesten (Calvià, Port d’Andratx): Beliebt für hochwertige Einfamilienhäuser und Villen
  • Marratxí und Manacor: Fokus auf Einfamilienhäuser und kleine Wohngebiete

Herausforderungen für die Baukonjunktur :

Höhere Bau- und Materialkosten:

Ein großes Problem für die Baukonjunktur 2026 sind die hohen und weiter steigenden Kosten für Baumaterialien und Grundstücke. Die starke Nachfrage trifft auf ein begrenztes Angebot an Bauland, sodass Grundstückspreise in begehrten Lagen einen großen Teil der gesamten Baukosten ausmachen.


Gleichzeitig verteuern höhere Preise für Baustoffe wie Beton, Stahl oder Dämmmaterialien sowie logistische Engpässe die Bauprojekte zusätzlich. Zwar gibt es keine exakten Zahlen nur für Mallorca, aber sowohl in Spanien als auch international sind die Baukosten in den letzten Jahren um rund 10 % gestiegen – das betrifft auch die Insel.


Fachkräftemangel:

Trotz steigender Baugenehmigungen steht die Branche vor einem strukturellen Problem: Es fehlen Fachkräfte. Schätzungen der Balearischen Bauverbände gehen davon aus, dass etwa 6.000 Arbeitskräfte fehlen, sowohl im handwerklichen Bereich als auch im Baumanagement.


Überlastete Gemeinden:

Viele Gemeinden sind mit der Bearbeitung von Baugenehmigungen überfordert. Die hohe Zahl der Anträge führt zu längeren Bearbeitungszeiten, Verzögerungen bei Projekten und zusätzlichem bürokratischen Aufwand – ein weiteres strukturelles Hindernis für die Bauwirtschaft.


Konsequenzen für den Bausektor:

  • Teurere Neubauten
  • Verzögerungen beim Start der Bauprojekte
  • Längere Bearbeitungszeiten durch überlastete Gemeinden

Wie sich die Preise entwickeln:

Die Immobilienpreise auf Mallorca sind sehr hoch und steigen stetig weiter:


Preisentwicklung nach Regionen:

  • Der Südwesten ist eine der teuersten Gegenden der Insel
  • Neubauten sind hier oft teurer als im Rest von Mallorca
  • Auch im Zentrum von Palma sind die Preise pro Quadratmeter hoch, was für neue Projekte in der Stadt typisch ist
  • Zentrale und ländliche Regionen sind günstiger, erleben aber ebenfalls Preisanstiege

Prozentuale Preissteigerung:

  • Für neue Wohnungen auf den Balearen wurden im Sommer 2025 etwa 8,9 % höhere Preise als im Vorjahr gemessen
  • Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter für Neubauten lag Mitte 2025 bei über 3.150 €/m² (so hoch wie noch nie)

Preisaufschläge:

Neue Wohnungen und Häuser sind oft deutlich teurer als Bestandsimmobilien – je nach Lage und Art des Objekts fast 30–40 %.


Regionale Markttrends:

In Orten wie Calvià sind die Preise in vier Jahren um über 50 % gestiegen – ein Zeichen für einen starken regionalen Markt.



Was öffentliche Investitionen für die Insel bedeuten:

Neben dem Wohnungsbau kurbeln auch öffentliche Projekte die Branche an. Auf Mallorca sind größere Infrastrukturmaßnahmen geplant oder bereits im Gange – wie der Ausbau des Flughafens Palma, ein neues Krankenhaus in Felanitx und der Ausbau einer Schule in Llucmajor. Bis September 2025 waren öffentliche Investitionen in Höhe von rund 442 Millionen € geplant, etwa 24 % mehr als im Vorjahr.


Außerdem haben lokale Verwaltungen weitere große Bauprojekte angekündigt: So will die Gemeinde Calvià im November 2026 mit umfangreichen Erneuerungsmaßnahmen in Magaluf beginnen, die mehrere Millionen Euro kosten werden.


Die steigenden öffentlichen Investitionen im Bau- und Infrastruktursektor sind ein wichtiger Impuls für die Wirtschaft auf Mallorca.


Wirtschaftliche Effekte:

  • Beschäftigung: Große Infrastrukturprojekte schaffen Arbeitsplätze nicht nur in Baufirmen, sondern auch in der Planung, Logistik und im Handel
  • Lokale Wertschöpfung: Durch öffentliche Bauvorhaben wie den Flughafenausbau, Schulen oder Krankenhäuser fließt Geld in regionale Unternehmen.

Bessere Lebensqualität:

Investitionen in Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Verkehrsinfrastruktur und öffentliche Plätze machen die Insel attraktiver für Touristen, Einwohner und potenzielle Zuzügler.